Pünktlich m 20.30 legt das Schiff los. Richtung "bester Ort in der Bucht, wo man die Nordhlichter sehen kann". So das Versprechen, obwohl keiner wirklich 100% sichern kann, dass man dann die Lichter auch sieht. Aber eben, mit einer Erfolgsquota von 80% (dieses Jahr ist ja ein Super Jahr für die Lichter) ist die Hoffnung sehr gross.
Mehr al 12 Passagieren haben hier nicht Platz. Wir werden zwischen 2 Tische aufgeteilt und gleicht wird die Stimmung echt nett. Eine echte "Table d'Hôtes". Wir tauschen uns aus. Warum wir hier sind, wer hat die Lichter bereits gesehen? Woher kommen wir und so weiter. Mit Bier und billig Wein aus dem Karton (oh Schreck!!!) ging es dann bis zum Essen weiter.
Eine echte Küche ist hier eingerichtet, inkl. Geschirrspühlmaschine :-)
Das Menü ist einfach: Fang des Tages (der Kaptän und seine Frau sind Fischer) mit Kartoffeln und einer Art Sauce aus Zwiebeln und Speck. Jemande hatte getrocknete Früchte und Nüsse dabei: die sind vorher um den Tisch, als improvisiertes Apéro-Snack.
Die Kartoffeln waren etwas anders als gewohnt. Süsslicher und rötlich. Hatten auch einen anderen Geschmack als sonst (damit meine ich, die Kartoffen, die ich in der Schweiz kaufe).
Der Fisch war traumhaft. Fein fein fein, mega fein. Kabeljau aus dem Meer, so zu sagen. Der wurde am Morgen gefischt und für unser Abendessen dann angerichtet. Ein teil davo endete auf dem Fischmarkt, denn so ein grosser Fisch hätten wir nicht fertig essen können. Auch nicht zu 12. Und gemäss Fischerin, war es ein riesiges Tier: Sie hatte ihre Arme ganz breit in die weite gestreckt...
Zart und doch irgendwie knackig. Nicht "fischig" und saftig. Die Zwiebeln/Speck Sauce und die Kartoffeln passten gut dazu. Zum Nachtisch kam eine Schale mit Schokolade-Kugeln vorbei.
Rein deswegen würde ich diesen Ausflug empfehlen... dazu kam aber noch, um den Abend noch perfekter zu machen, dass wir eine spektatkuläre Nordlichter Show geniessen konnten. Auf dem Deck, mit warmer Tee und Kaffee...
Obwohl der Kaptän und seine Frau (die ganze Besatzung, so zu sagen) diese Tour jede Nacht ein bis zwei mal hinter sich kriegen - je nach dem, wie lange es dunkel ist - hatte man das Gefühl, dass wir sehr spezielle und willkommene Gäste waren. Wir kriegten Auskunft über alles (inkl. Sicherheits Massnahmen) und auch so viele Antworten über die Lichter, wie man es sich vorstellen kann.
Ah, und er Weisswein im Karton... nicht mal so schlecht, wie ich es mir vorgestellt hatte. So zum Abend und zur Stimmung. Jedoch verzichtete ich problemlos auf ein zweites Glas :-)
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